Omniflora® – Apothekenqualität für Ihre Darmgesundheit
Geprüfte Qualität
Entdecken Sie die Produktwelt von Glycowohl
Glycowohl steht für hochwertige Produkte in Apothekenqualität. Jedes Produkt wurde von Apothekern gezielt formuliert - wissenschaftlich fundiert, präzise kombiniert und ideal für den Alltag.
Unsere Produkte
Typ:
Glycowohl® Vitamin B12 · 1000 µg
Typ:
Glycowohl® Magnesium · 400 mg
Typ:
Glycowohl® Vitamin B complete
Typ:
Glycowohl® Eisen-Komplex duodenal · 40 mg
Typ:
Sehkraft-Powerduo: Augen Komplex + Omega-3
Typ:
Energie & Wissen: Vitamin B12 Sparpaket inkl. E-Book
Typ:
Immun-Powerduo: Vitamin C + Zink
Typ:
Das komplette Power-TRIO
Typ:
Glycowohl® Vitamin D3+K2 | 1000 I.E. · 30 µg
Typ:
Glycowohl® Met · Balance
Wir sind die Experten für Stoffwechselerkrankungen & Vitalstoff-Präparate

Ein Team aus Ärzten, Apothekern & Ernährungswissenschaflern
Mit fundierter Wissenschaft und Leidenschaft entwickeln wir Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit chronischen Stoffwechselerkrankungen ausgelegt sind. Unser Ziel ist es, chronisch erkrankten die Lösungen zur Verfügung zu stellen, die auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Für chonische Erkrankungen entwickelt
Menschen mit Diabetes und verwandten Stoffwechselerkrankungen stehen vor besonderen Herausforderungen. Unsere Arzneimittel leisten einen gezielten Beitrag zur Behandlung der Erkrankung, während unsere Vitalstoffe das Wohlbefinden unterstützen und helfen, mögliche Nährstoffdefizite auszugleichen, welche durch die Erkankungen entstehen.

Unser Sortiment
Neben unseren bewährtem Arzneimittel bieten wir auch eine Reihe von Vitalstoff-Präparaten an, die darauf abzielen, einen optimalen Nährstoffausgleich zu gewährleisten. Unsere Präparate sind darauf ausgelegt, den besonderen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen bei Menschen mit Diabetes und Stoffwechselerkrankungen zu decken und so Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu unterstützen. Unsere Vitalstoffe eignen sich ebenso für Menschen ohne chronischen Erkrankungen.
Entdecken Sie unsere Starter-Kur: Nerven und Blutzucker
Dafür steht Glycowohl®
Glycowohl® verfolgt das Ziel, Menschen mit chronischen Stoffwechselerkrankungen auf natürliche Weise zu unterstützen. Wir entwickeln fundierte, ganzheitliche Lösungen, die nicht nur Symptome begleiten, sondern auch Folgeerkrankungen berücksichtigen. Wir folgen dem Anspruch, Lebensqualität langfristig zu erhalten und spürbar zu verbessern.
Aktuelles aus der Wissenschaft
Erfahre mehr über Gesundheit und Ernährung
Blutzuckerwerte und was sie aussagen
Die Zuckerwerte im Blut geben an, ob eine Form von Diabetes vorliegt. Der Blutfarbstoff Hämoglobin dient als Anhaltspunkt für die Langzeitmessung, da der Traubenzucker an ihm haftet. Der behandelnde Arzt kann so die Blutzuckerwerte der letzten Wochen bestimmen. Das Wichtigste auf einen Blick Die Blutzuckerwerte geben an, wie viel Glukose sich im Blut befindet. Erhöhte Zuckerwerte im Blut deuten auf eine Form von Diabetes hin. Der HbA1c Wert auch Hämoglobinwert genannt, ist sozusagen das „Langzeitgedächtnis“ des Blutzuckers. Dieser Wert gibt Aufschluss über das Blutzuckerniveau der letzten sechs bis acht Wochen. Der Blutzucker wird mithilfe eines Blutzuckermessgeräts gemessen. Dadurch kann jeder Betroffene selbst den Blutzucker messen und so seine Werte kontrollieren. Diese Selbstkontrolle ist vor allem bei Betroffenen wichtig, die Insulin spritzen. Das Führen eines Diabetes-Tagebuchs hilft bei der regelmäßigen Kontrolle und verschafft dem behandelnden Arzt einen schnellen Überblick über den Krankheitsverlauf. Blutzucker: Was ist das? Der Blutzucker gibt an, wie viel Glukose sich im Blut befindet. Glukose ist wichtig für den menschlichen Körper, da sie unter anderem das Gehirn und die Muskelzellen mit Energie versorgt. Aufgenommen wird sie über die Nahrung: Die Verdauungsenzyme im Darm spalten zerkleinerten Nahrungsbrei solange auf, bis nur noch Glukose – einfacher Traubenzucker – übrigbleibt. Sie passiert die Darmwand und wandert ins Blut. Der Zuckerwert steigt daraufhin an. Das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt. Nicht sofort benötigte Energie kann in Form von Glykogen im Körper gespeichert werden – zum Beispiel in Leber und Muskeln. Wie kommen erhöhte Zuckerwerte im Blut zustande? Erhöhte Blutzuckerwerte, die über einen längeren Zeitraum auftreten, deuten in den meisten Fällen auf eine der verschiedenen Arten von Diabetes in. Bei einem Diabetes-Patienten funktioniert die Insulin-Produktion nicht mehr oder nur noch teilweise, oder die Zellen sprechen nur noch ungenügend auf das Hormon an. Dadurch kann die Glukose nicht mehr richtig in die Zellen geschleust werden und der Zucker verbleibt im Blut. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte beziehungsweise ein erhöhter Glukose-Wert, der eine Diabetes-Erkrankung anzeigen kann. Deswegen sollten die Blutwerte bei einem Verdacht regelmäßig kontrolliert werden, um einer Erkrankung frühzeitig entgegenwirken zu können. Der Blutzucker-Normwert liegt nüchtern etwa zwischen 60 und 100 mg/dl. Liegt der Blutzuckerwert temporär darüber, ist das nicht immer als Anzeichen für einen Insulinmangel oder eine Insulinresistenz zu werten. Gewisse Schwankungen des Blutzuckers sind normal. Ein vorübergehend höherer Blutzuckerwert wird zum Beispiel ausgelöst durch: Nahrungsaufnahme – direkt nach dem Essen ist ein Anstieg des Blutzuckerwerts auf bis zu 140 mg/dl normal, besonders wenn die Mahlzeit reich an Kohlenhydraten war. Aufregung und Stress: Ein stressiger Arbeitstag oder die Nervosität vor einem wichtigen Vortrag kann den Blutzuckerspiegel aus dem Takt bringen. Schuld daran sind Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol, die den Glukose-Stoffwechsel beeinträchtigen können. Bestimmte Medikamente können den Blutzuckerwert ebenfalls nach oben treiben. Dazu gehören beispielsweise Diuretika oder Betablocker. Was der Hämoglobinwert anzeigt Erhöhte Blutzuckerwerte lassen sich anhand verschiedener Tests feststellen. Dazu gehören der Nüchtern-Blutzuckerwert-Test, der orale Glukosetoleranztest oder der HbA1c-Werte-Test. Der HbA1c Wert dient zur Bestimmung des Langzeitzuckers. HbA1c steht für den Glykohämoglobinwert im Blut, der auch kurz Hb-Wert genannt wird. Dieser Wert zeigt die durchschnittliche Menge an Zucker an, die am Blutfarbstoff Hämoglobin haftet. Herrschen hohe Zuckerkonzentrationen im Blut, lagern sich Glukosemoleküle daran an: Damit ermittelt der Arzt den Blutzuckerwert der letzten sechs bis acht Wochen. Patienten wiederholen diesen Test regelmäßig, um ihre Werte zu kontrollieren und im Falle einer Insulintherapie die benötigte Menge an zugeführtem Insulin richtig zu berechnen. Die Diabetes-Werte messen Die eigenständige Messung ihrer Blutzuckerwerte gehört für viele Diabetiker zum Alltag. Dank elektronischer Blutzuckermessgeräte wird die Bestimmung der Blutwerte bei Zucker schnell zur Routine: Mithilfe einer Stechhilfe geben Patienten einen Tropfen Blut von der Fingerspitze auf einen Teststreifen. Dieser wird anschließend ins Messgerät eingeführt. Durch diese Selbstkontrolle können die Insulintherapie sowie die Diät angepasst werden. Für noch besseren Überblick sorgt ein Diabetes Tagebuch. Dieses Tagebuch dient zur ständigen Kontrolle der Werte und dokumentiert deren Verlauf für den behandelnden Arzt. Quellen: Bellingrath, René; Weskamp, Stephan; Hinkel, Dominik (2007): Fallstudie: Diabetesprävention in Finnland. GRIN Verlag. Dr. Jahn, Ellen (2019): Diabetes Typ 2: – Aktiv leben statt verzichten – Praxisnahe Erklärungen – Symptome, Ursachen, Behandlung, Ernährung und Bewegung. Stiftung Warentest. Schmeisl, Gerhard-Walter (2009): Schulungsbuch für Diabetiker. Esevier, Urban & Fischer Verlag. Waldhäusl, Werner; Gries, F. Arnold (2013): Diabetes in der Praxis. Springer-Verlag.
Erfahren Sie mehrDiabetes im Alltag meistern: Ursachen, Symptome, Ernährung & moderne Behandlung im Überblick
Diabetes verstehen: Was Betroffene und Angehörige heute wissen sollten Diabetes gehört zu den Volkskrankheiten – und doch ist kaum eine chronische Erkrankung so vielfältig und individuell wie sie. Die Diagnose verändert nicht nur den Alltag, sondern wirft viele Fragen auf: Welche Ursachen spielen eine Rolle? Wie lässt sich der Blutzucker möglichst konstant halten? Und welche kleinen Anpassungen können die Lebensqualität spürbar verbessern? In diesem Beitrag geben wir Orientierung, fundiertes Wissen und alltagspraktische Tipps rund um Diabetes. Erfahren Sie, wie aktuelle Forschung, Ernährung und Bewegung ineinandergreifen und warum es entscheidend ist, individuell informiert zu sein – ganz gleich, ob Sie selbst betroffen sind oder jemand in Ihrem Umfeld. Hintergrund & Ursachen: Was steckt hinter Diabetes und warum betrifft es so viele? In Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen die Diabetesfälle seit Jahren stetig zu. Zwei Hauptformen sind dabei bedeutsam: Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Typ 1 entsteht typischerweise bereits im Kindes- oder jungen Erwachsenenalter durch eine Autoimmunreaktion, bei der die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Typ 2 dagegen entwickelt sich meist im späteren Leben – oft schleichend und über Jahre hinweg, begünstigt durch Übergewicht, Bewegungsmangel und genetische Faktoren. Aber was passiert genau im Körper? Bei beiden Formen können die Zellen den Zucker aus der Nahrung nicht mehr richtig aufnehmen, weil entweder Insulin fehlt (Typ 1) oder die Wirkung des Insulins gestört ist (Typ 2, Insulinresistenz). Der Zucker bleibt im Blut und verursacht mit der Zeit Schäden an Organen, Nerven und Gefäßen. Doch warum nimmt gerade Typ 2 so stark zu? Hauptverantwortlich sind Lebensstilfaktoren wie fettreiche Ernährung, zu wenig Bewegung und Stress. Aber auch Rauchen, Schlafmangel und bestimmte Vorerkrankungen können das Risiko erhöhen. Es zeigt sich: Diabetes ist immer eine komplexe Wechselwirkung aus Vererbung und Umwelt. Die Rolle von Nährstoffen und biologischen Mechanismen im Stoffwechsel Der Blutzuckerspiegel wird vor allem durch Insulin reguliert, ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Gerät dieses Gleichgewicht aus dem Lot, wirkt sich das auf den gesamten Stoffwechsel aus. Neben Insulin spielen etwa auch weitere Hormone wie Glukagon oder Inkretine eine Rolle bei der Kohlenhydratverwertung. Für Menschen mit Diabetes kommt es darauf an, die Zufuhr von Kohlenhydraten zu kontrollieren und so den Zuckerhaushalt besser zu steuern. Komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe und eine bewusste Auswahl von Fetten und Proteinen unterstützen stabile Werte. Nicht zu unterschätzen sind auch Mikronährstoffe wie Magnesium, Zink und Vitamin D, die bei verschiedenen Stoffwechselprozessen mitwirken. Eine mangelnde Versorgung kann die Insulinwirkung beeinträchtigen. Biologische Mechanismen wie Entzündungsprozesse oder oxidativer Stress tragen zudem zum Fortschreiten von Diabetes und seinen Folgeerscheinungen bei. Hier setzen viele Empfehlungen der modernen Diabetologie an – etwa durch eine Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren ist.Anzeige Alltagsrelevanz und Zielgruppen: Wer ist besonders betroffen und wie ändert sich das Leben? Diabetes betrifft in Deutschland mehr als 8 Millionen Menschen. Hinzu kommen zahlreiche, die noch gar nichts von ihrer Erkrankung wissen („Dunkelziffer“), sowie Angehörige, die den Diabetesalltag gemeinsam gestalten. Besonders gefährdet sind Menschen mit familiärer Vorbelastung, Übergewicht, Bluthochdruck oder einem inaktiven Lebensstil. Was heißt die Diagnose für den Alltag? Für viele ist es zunächst ein Schock – doch mit fundiertem Wissen lässt sich die Erkrankung gut in das bestehende Leben integrieren. Betroffene lernen ihren Blutzucker zu messen, Mahlzeiten zu planen und körperliche Bewegung gezielt einzubauen. Auch die Seele braucht Unterstützung: Die Umstellung kann mit Ängsten und Unsicherheiten einhergehen. Psychosoziale Unterstützung, Kontakt zu Selbsthilfegruppen und der Austausch mit dem Behandlungsteam sind darum wichtige Bausteine einer umfassenden Diabetesversorgung. Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes stehen vor besonderen Herausforderungen, ebenso wie Senioren, Schwangere (Stichwort: Schwangerschaftsdiabetes/Gestationsdiabetes) oder Menschen mit zusätzlichen Erkrankungen. Diabetes ist also keine Frage des Alters – sondern der Lebenssituation und der individuellen Bedürfnisse. Praktische Tipps für den Alltag mit Diabetes Viele Menschen im deutschsprachigen Raum leben erfolgreich mit Diabetes – auch dank einer umfassenden Versorgung. Folgende Tipps unterstützen im täglichen Leben: Blutzucker regelmäßig kontrollieren: Digitale Messgeräte und Tagebücher (klassisch auf Papier oder per App) helfen, Schwankungen schnell zu erkennen und gegenzusteuern. Bewusst genießen: Setzen Sie auf eine ballaststoffreiche, ausgewogene Ernährung. Frisches Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte sind ideale Begleiter. Reduzieren Sie einfachen Zucker und achten Sie auf den glykämischen Index. Bewegung fest integrieren: Schon tägliche Spaziergänge, Radfahren oder Schwimmen verbessern die Insulinempfindlichkeit und regulieren den Blutzucker. Gut organisiert im Alltag: Planen Sie Mahlzeiten, bereiten Sie gesunde Snacks vor und überlegen Sie, wie Sie in Situationen wie Feiern oder Reisen reagieren können. Arztbesuche wahrnehmen: Regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt oder Diabetologen helfen, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und Therapien anzupassen. Auf die Psyche achten: Diabetesmanagement ist mehr als Blutzuckerwerte – gönnen Sie sich Auszeiten, suchen Sie bei Bedarf Unterstützung und vernetzen Sie sich mit anderen Betroffenen. Informationen filtern: Nutzen Sie vertrauenswürdige Informationsquellen, Institutionen und Patientenorganisationen. Der offene Austausch mit Ihrem Behandlungsteam bleibt der beste Kompass im Alltag. Fazit & Impuls für den nächsten Schritt Diabetes ist herausfordernd, aber heute besser zu behandeln als je zuvor. Wer die eigenen Risikofaktoren kennt, sich über Präventionsmöglichkeiten informiert und kleine Veränderungen im Alltag konsequent umsetzt, kann viel erreichen – unabhängig von Alter oder Ausgangslage. Entscheidend ist, dranzubleiben: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, holen Sie sich Rat aus vertrauenswürdigen Quellen und nutzen Sie die Angebote der modernen Diabetologie. Ob jung oder alt, ob Diagnose frisch oder seit Jahren Teil Ihres Lebens – es ist nie zu spät, selbst aktiv zu werden und die eigene Gesundheit eigenverantwortlich zu gestalten. Machen Sie heute einen ersten Schritt: Informieren Sie sich gezielt, tauschen Sie sich aus und holen Sie sich Unterstützung. Denn Diabetes betrifft viele – und gemeinsam lassen sich Alltag und Lebensqualität positiv gestalten. Quellen [1] Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/ [2] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://www.diabinfo.de/ [3] Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG): https://www.oedg.at/ [4] Schweizerische Diabetes-Gesellschaft (SDG): https://www.diabetesgesellschaft.ch/ [5] Robert Koch-Institut – Diabetes-Surveillance: https://www.rki.de/diabetes-surveillance [6] Everyday Health Diabetes Resource Center: https://www.everydayhealth.com/diabetes/resource-center/ [7] Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK): https://www.dank-allianz.de/ [8] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Gesundheitsinformation.de: https://www.gesundheitsinformation.de/diabetes.html [9] Deutsche Diabetes Hilfe: https://www.diabetesde.org/ [10] Aktuelle Diabetesforschung, Publikationen im "Deutschen Ärzteblatt": https://www.aerzteblatt.de/
Erfahren Sie mehrSchwangerschaftsdiabetes schon im 1. Trimester? Neue Studie zeigt, warum frühes Screening & Lifestyle jetzt wichtiger sind denn je
Einleitung mit Neugier-Effekt: Schwangerschaftsdiabetes schon im ersten Trimester? Bislang galt Schwangerschaftsdiabetes – medizinisch Gestationsdiabetes genannt – als eine Herausforderung, die meist erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte auftritt. Doch aktuelle Forschungsergebnisse aus Indien stellen diese Sichtweise infrage und bieten Anlass, das Thema neu zu bewerten. Könnte Schwangerschaftsdiabetes tatsächlich schon deutlich früher entstehen als bislang angenommen? Gerade für werdende Mütter sind dies wichtige Fragestellungen, die große Auswirkungen auf Vorsorge, Diagnose und den Alltag haben könnten. Hintergrund & Ursachen: Was versteht man unter Schwangerschaftsdiabetes? Schwangerschaftsdiabetes ist eine Form der Zuckerstoffwechselstörung, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt. Typisch sind erhöhte Blutzuckerwerte, die zwar zumeist nach der Geburt wieder sinken, für Mutter und Kind jedoch erhebliche Risiken mit sich bringen können: Gestationsdiabetes erhöht sowohl die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen bei der Geburt als auch das Risiko für Folgeerkrankungen – wie zum Beispiel Typ-2-Diabetes – für Mutter und Kind im späteren Leben. Die Hauptursache liegt in hormonellen Veränderungen, die während der Schwangerschaft stattfinden. Während dieser Phase produziert die Plazenta vermehrt Hormone, welche die Wirkung von Insulin – dem blutzuckersenkenden Hormon – abschwächen. Kann der Körper diesen steigenden Bedarf nicht durch eine erhöhte Insulinproduktion ausgleichen, entwickeln sich überhöhte Blutzuckerwerte. Die Rolle von Nährstoffen und biologischen Mechanismen Neben den hormonellen Einflüssen gibt es weitere Faktoren, die die Entstehung von Gestationsdiabetes begünstigen. Dazu zählen unter anderem Übergewicht vor der Schwangerschaft, bestimmte genetische Veranlagungen sowie ein höheres Lebensalter der werdenden Mutter. Auch die Ernährung während der Schwangerschaft spielt eine bedeutende Rolle. Eine zuckerreiche und ballaststoffarme Kost kann die Insulinwirkung zusätzlich beeinträchtigen. Gleichzeitig weisen wissenschaftliche Daten auf einen engen Zusammenhang zwischen bestimmten Nährstoffmängeln – etwa an Vitamin D und Folsäure – und dem Risiko für Gestationsdiabetes hin. Die Stoffwechselumstellung in der Frühschwangerschaft ist intensiver als bisher angenommen, was die aktuelle indische Studie verdeutlicht: Bereits im ersten Trimester zeigen sich bei etlichen Frauen auffällige Blutzuckerwerte, was auf eine viel frühere Störung des Zuckerstoffwechsels hindeutet. Alltagsrelevanz und Zielgruppen: Für wen ist das Thema wichtig? Traditionell wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Blutzucker-Test zur Früherkennung eines Schwangerschaftsdiabetes meist zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Die Datenlage aus Indien legt jedoch nahe, dass Risikogruppen schon sehr viel früher betroffen sein könnten. Zu den wichtigsten Risikogruppen gehören: Frauen mit Übergewicht oder Adipositas Werdende Mütter über 35 Jahre Frauen mit einer familiären Vorgeschichte von Diabetes Schwangere mit hohem Blutdruck Frauen, die bereits bei vorangegangenen Schwangerschaften einen Gestationsdiabetes hatten Frauen aus bestimmten ethnischen Gruppen – nach Studien auch häufiger Menschen aus Südostasien Aufgrund der neuen Erkenntnisse könnte sich die Relevanz des Themas auch für jüngere und vermeintlich gesunde Schwangere erhöhen. Eine frühere und individuellere Diagnostik scheint daher sinnvoll. Ein Blick auf die Studienlage: Was zeigt die neue Forschung aus Indien? Die Studie, die nun international für Aufmerksamkeit sorgt, stammt von indischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und wurde unter Leitung des All India Institute of Medical Sciences (AIIMS) durchgeführt. Dabei wurden rund 7.000 Schwangere bereits im ersten Trimester auf erhöhte Blutzuckerwerte hin untersucht. Das überraschende Ergebnis: Etwa 25 Prozent der Fälle von Schwangerschaftsdiabetes wurden bereits in den ersten 12 Schwangerschaftswochen diagnostiziert – also noch bevor die bisher übliche Testphase überhaupt beginnt. Viele betroffene Frauen hätten daher gar nicht die Gelegenheit, rechtzeitig gegenzusteuern. Die Studienautoren empfehlen deshalb, das Screening auf Schwangerschaftsdiabetes vorzuziehen. Auch wenn weitere Forschung notwendig ist, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den europäischen Raum zu bestätigen, zeigen erste orientierende Daten aus deutschen Geburtenregistern einen ähnlichen Trend. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der aktuellen Studienlage: Ein signifikanter Anteil der betroffenen Frauen zeigte bereits im ersten Trimester auffällige Blutzuckerwerte. Eine frühzeitige Diagnostik könnte helfen, Risiken gezielter zu minimieren. Individuelle Lebensstilberatung und eine Anpassung der Ernährung schon in der Frühschwangerschaft sind erfolgversprechende Maßnahmen. Die Ergebnisse erhöhen den Druck, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Früherkennungsstrategien zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.Anzeige Praktische Tipps für den Alltag: Wie können Schwangere ihr Risiko senken? Studien und Leitlinien aus dem deutschsprachigen Raum empfehlen allen werdenden Müttern, schon vor und während der Schwangerschaft auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Die wichtigsten Maßnahmen auf einen Blick: Ernährungsbewusstsein: Eine ausgewogene, ballaststoffreiche und zuckerarme Ernährung ist das A und O. Frisches Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette sollten im Mittelpunkt stehen. Regelmäßige Bewegung: Spaziergänge, Schwimmen oder spezielle Schwangerschaftsgymnastik fördern den Stoffwechsel und beugen Übergewicht vor. Gewichtskontrolle: Bereits vor der Schwangerschaft empfiehlt es sich, das Körpergewicht zu normalisieren. Während der Schwangerschaft sollte die Gewichtszunahme in Absprache mit dem Frauenarzt kontrolliert werden. Blutzuckerkontrollen: Vor allem Schwangere mit bekannten Risikofaktoren können ihren Blutzucker nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt schon frühzeitig prüfen lassen. Früherberatung: Bei Unsicherheiten, Vorerkrankungen oder besonderen Belastungen ist eine Ernährungsberatung oder eine Hebammensprechstunde eine sinnvolle Unterstützung. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Die Wahrnehmung aller angebotenen Schwangerschaftsvorsorgen ist entscheidend für die Früherkennung von Risiken. Ein weiterer neuer Ansatz: Die Ergebnisse der indischen Studie könnten dazu anregen, das erste Screening schon bei Aufnahme der Schwangerschaftsvorsorge, also beispielsweise zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche, durchzuführen – jedenfalls bei bekannten Risikofaktoren. Fazit & Impuls für den nächsten Schritt: Wachsam sein, frühzeitig handeln Die jüngsten Forschungsergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, Offenheit und Sensibilität im Umgang mit Schwangerschaftsdiabetes zu zeigen – auch wenn noch nicht alle Mechanismen abschließend geklärt sind. Für Schwangere im deutschsprachigen Raum ergibt sich daraus ein klarer Handlungsimpuls: Wer aufmerksam auf den eigenen Körper achtet, sich regelmäßig ärztlich beraten lässt und aktiv auf eine gesunde Lebensführung setzt, sorgt nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern legt auch einen wichtigen Grundstein für das Kind. Besonders Frauen mit Risikofaktoren sollten das Thema Gestationsdiabetes frühzeitig mit ihrem Arzt oder ihrer Hebamme ansprechen. Die medizinische Forschung bleibt dynamisch – und das Wissen darum, dass Schwangerschaftsdiabetes auch außerhalb der bislang vorgesehenen Untersuchungszeiträume entstehen kann, kann Leben verändern. Nutzen Sie das wachsende Angebot an Informationsquellen, Vorsorgeuntersuchungen und Beratungsangeboten. So können Sie Risiken reduzieren und der Schwangerschaft mit mehr Sicherheit entgegensehen. Quellen [1] Deutsche Diabetes Gesellschaft: Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) [2] Robert Koch-Institut: Schwangerschaftsdiabetes – Zahlen und Fakten [3] Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Schwangerschaftsdiabetes: Früh erkennen und behandeln [4] Österreichische Diabetes Gesellschaft: Leitlinie Gestationsdiabetes [5] India Today: New Indian study finds pregnancy diabetes developing as early as first trimester
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